Tipps für Gasteltern

Sie haben sich dazu entscheiden, ein Au-Pair als 'Familienmitglied auf Zeit' bei sich aufzunehmen. Wir wünschen Ihnen eine spannende und lehrreiche Zeit zusammen und möchten Ihnen mit dem folgenden Fragenkatalog einige Fragen beantworten, die uns häufig von Gastfamilien gestellt werden.
Selbstverständlich beantworten wir Ihre Fragen gerne auch ausführlich schriftlich oder telefonisch.
  1. Wir möchten in Urlaub fahren. Müssen/Können/Dürfen wir unser Au-Pair mitnehmen?
  2. Können wir das Au-Pair Verhältnis verlängern ?
  3. Wir möchten eine Verwandte aus einem nicht EU-Staat als Au-Pair einladen.

  4. Unser neues Au-Pair verhält sich merkwürdig: spricht nicht viel und gliedert sich nicht richtig in unsere Familie ein.
  5. Wir kommen mit unserem neuen Au-Pair nicht zurecht. Können wir das
    Au-Pair-Verhältnis auflösen? (Kündigung)
  6. Unser Au-Pair hat einen Freund, wie sollen wir uns verhalten?

  7. Telefon- und Internetbenutzung durch das Au-Pair

1. Wir möchten in Urlaub fahren. Müssen/Dürfen wir unser Au-Pair
mitnehmen?
Sie müssen Ihr Au-Pair nicht mitnehmen. Da Ihr Au-Pair jedoch als Teil der Familie bei Ihnen lebt, sollten Sie zumindest nachfragen, ob er/sie mitkommen möchte.
Sie dürfen Ihr Au-Pair mit in den Urlaub nehmen, solange es sich bei Ihrem Urlaubsland um ein Land handelt, das sich dem Schengen Abkommen angeschlossen hat. Das Au-Pair Visum gilt in allen EU-Ländern und in den Schengen Staaten. Sollte Ihr Urlaubsort nicht zu diesen Ländern zählen, erkundigen Sie sich bitte unbedingt bevor Sie Ihre Urlaubsreise antreten bei dem zuständigen Konsulat oder der zuständigen Botschaft über die entsprechenden Visa-Bestimmungen.

2. Können wir das Au-Pair Verhältnis verlängern?
Das Au-Pair Verhältnis ist nicht verlängerbar. Ein Au-Pair-Aufenthalt in Deutschland ist nur für zwölf Monate möglich. Ebenso kann ein Au-Pair-Aufenthalt in Deutschland nicht wiederholt werden. Das Au-Pair kann jedoch nach seiner Zeit in Deutschland als Au-Pair in ein anderes Land, z.B. Österreich, gehen. Bitte fragen Sie uns rechtzeitig vor Ablauf des Visums nach den Regelungen der einzelnen EU-Ländern.

3. Wir möchten eine Verwandte aus einem nicht EU-Staat als Au-Pair einladen.
Die Vorschriften der Bundesanstalt für Arbeit besagen "Au-Pairs dürfen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zur Gastfamilie stehen". Verwandte bekommen deshalb kein Au-Pair-Visum.

4. Unser neues Au-Pair verhält sich merkwürdig: spricht nicht viel und gliedert sich nicht richtig in unsere Familie ein.
Bitte bedenken Sie, dass Ihr Au-Pair gerade einen Sprung in eine ganz neue Welt gewagt hat. Er/Sie hat seine Familie zu Hause zurückgelassen und ist jetzt ganz alleine in einem Land, von dem es die Sprache noch nicht gut spricht. Essen, Kultur, Gewohnheiten, Leben – alles ist neu. Geben Sie Ihrem Au-Pair Zeit, sich an alles zu gewöhnen. Führen Sie das Au-Pair nicht gleich in den ersten Tagen groß zum essen aus oder ins Theater. Diese Dinge sind gut gemeint, können Ihr neues Au-Pair aber überfordern. Ein gemütliches Essen zu Hause, ein paar Bilder für das Au-Pair von den Kindern wirken oft Wunder.

5. Wir kommen mit unserem neuen Au-Pair nicht zurecht. Können wir das
Au-Pair-Verhältnis auflösen? (Kündigung)

Es kommt vor, dass es Gründe für eine vorzeitige Trennung gibt. So kann es zum Beispiel durchaus sein, dass Gasteltern und Au-Pair sich die größte Mühe geben, aber das Verhältnis klappt trotzdem nicht. Bitte wenden Sie sich in solch einem Fall an uns. Wir werden versuchen, zusammen mit Ihnen und Ihrem Au-Pair, herauszufinden, woran es liegt, dass das Zusammenleben nicht klappt.
Falls es trotz aller Bemühungen nicht funktionieren sollte, ist der Au-Pair Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen durch beide Parteien kündbar. Bitte sprechen Sie vor der Kündigung mit uns.
Wir werden versuchen für das Au-Pair so schnell wie möglich eine neue Familie zu finden.

6. Unser Au-Pair hat einen Freund, wie sollen wir uns verhalten?
Au-Pairs sind Mädchen und Jungen zwischen 18 und 25 Jahren. Sie sollten mit Ihrem Au-Pair umgehen, wie mit einer Tochter oder einem Sohn – klare Spielregeln sind hier das Stichwort. Sprechen Sie mit Ihrem Au-Pair darüber uns stellen Sie klar, was Sie erwarten und erlauben, z.B. Besuche in Ihrem Haus, Übernachtung des Freundes/der Freundin in Ihrem Haus oder außer Haus schlafen des Au-Pairs.
Ein offenes Gespräch ist hier häufig die beste Möglichkeit, um Konflikte schon im Vorfeld zu vermeiden.

7. Telefon- und Internetbenutzung durch das Au-Pair
Auch in diesem fall ist eine klare Regelung von Anfang an sehr wichtig. Besprechen Sie mit Ihrem Au-Pair, ob es Gespräche entgegen nehmen soll und wie es sich melden soll. Klären Sie, ob das Au-Pair Privatgespräche führen darf und in welchem Rahmen bzw. Budget. Ausländische Mädchen oder Jungen haben oft keine Vorstellung davon was ein Ferngespräch kostet. Wenn Sie keine Möglichkeit der Gebührenkontrolle haben, sollte das Au-Pair Sie im Einzelfall fragen und das Gespräch in Ihrer Gegenwart führen.
Bei Ankunft sollte das Au-Pair auf jeden Fall die Möglichkeit bekommen seine Familie über die Ankunft hier zu informieren.
Für viele Au-Pairs ist das Internet ein wichtiges hilfsmittel, um mit der Familie zu Hause in Kontakt zu bleiben. Sollten Sie keine Flatrate haben, so besprechen Sie mit Ihrem Au-Pair, wie lange es pro tag/pro Woche ins Internet gehen darf. Sollten Sie keinen Internetanschluss haben, so können Sie Ihrem Au-Pair sicher einen große Freude machen, wenn sie bei der Suche nach einem geeigneten Internetcafe behilflich sind.

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